Jüdisches Leben
In diesem Abschnitt laden wir Sie ein, Jüdisches Leben, Traditionen, Feiertage und Verpflichtungen mit uns zu untersuchen.
Es gibt ein altes Sprichwort, das besagt "Zwei Juden, drei Meinungen." Judentum ist alles Andere als ein monolithisches Gebilde; es hat sich gewandelt, und es wird sich auch in der Zukunft noch weiter verändern. Wenn Sie auf eine Handvoll jüdischer Webseiten gehen, haben Sie gute Chancen, mehr als ein Dutzend Erklärungen dafür zu finden, was es bedeutet, "jüdisch zu sein" und "jüdisch zu leben". Heutzutage variiert das Jüdische Selbstverständnis von extrem religiös bis atheistisch und beinhaltet alle Schattierungen dazwischen, und unsere Gebräuche, Praktiken und Lebensstile spiegeln häufig diese Unterschiedlichkeit wider.
Wenn Sie einen Blick auf die Feiern, Gedenktage und Zeremonien in dieser Seite werfen, hoffen und beten wir, dass Sie sie nicht nur interessant finden, sondern bedeutungsvoll - denn Sie können auch Jesus in ihnen sehen.
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Rosh Hashanah
Der erste der hohen jüdischen Heiligen Tage, die in Leviticus aufgeführt wurden, Rosh Hashanah, gemeinhin als das jüdische Neue Jahr bezeichnet, ist eine freudige Zeit des Festes and gleichzeitig eine Jahreszeit des Nachdenkens und der Aufrichtigkeit. Das Blasen des Shofar (Widderhorn) ruft uns dazu auf, uns zu demütigen und zu erkennen, wie nötig wir Gottes Gnade brauchen. Das kann man noch in einigen Traditionen des Festtags erkennen. Wir grüßen einander mit den Worten "La shanah tova tikatevu", was bedeutet, "Dein Name möge aufgeschrieben sein für ein gutes Jahr." Das "Aufgeschriebensein" bezieht sich auf das Buch des Lebens, das - nach jüdischer Tradition - zehn Tage später geschlossen wird.
Wir Juden für Jesus wissen, dass unsere Namen für immer im Buch des Lebens des Lammes aufgeschrieben sind, unauslöschlich eingetragen in Seinem eigenen Blut. Nichtsdestotrotz schauen wir zurück und denken nach und gedenken des Endes eines Jahres und des Anfangs des nächsten. Wir nehmen an Traditionen wie dem Essen von Äpfeln und Honig für ein "süßes Neues Jahr" teil.
Aber während einige Juden an einen jährlichen Tag der Bilanzierung der eigenen Taten glauben, ist für uns der Ruf des Shofar an Rosh Hashanah nicht nur ein Ruf zur Umkehr, sondern eine Erinnerung an die Rückkehr Jesu Christi. "Denn der Herr selbst wird beim Befehlsruf, bei der Stimme eines Erzengels und bei dem Schall der Posaune Gottes herabkommen vom Himmel, und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen" (1. Thessalonicher 4:16).
- 5771: 8. September 2010 - 10. September 2010
- 5772: 28. September 2011 - 30. September 2011
- 5773: 16. September 2012 - 18. September 2012
Jom Kippur
Der Ausdruck "Hohe Feiertage" bezieht sich auf Rosh Hashana (das jüdische Neujahr) und Jom Kippur zusammen. Wörtlich übersetzt "der Versöhnungstag", beschließt Jom Kippur die zehn Tage der Reue und Umkehr. Es ist der heiligste und düsterste Tag des Jahres (Leviticus/3. Buch Mose 23, 27-32).
In alten Zeiten betrat der Hohepriester an einem einzigen Tag des Jahres das Allerheiligste, um das Blut des geopferten Tieres auf den Altar als Sündopfer zu geben. Durch Glauben führte der Gehorsam gegenüber Gottes genauen Anweisungen zur Versöhnung oder Bedeckung für Sünde. Heute ist Jom Kippur ein Tag des Fastens und des Nachdenkens über die eigene Sünde.
Jom Kippur kann so etwas wie ein Rätsel für jüdische Gläubige an Jeschua sein. Fasten wir und bekennen wir unsere Sünden wie der Rest der jüdischen Gemeinde, oder erfreuen wir uns am Wissen, dass uns im Messias vergeben wurde? Viele jüdische Gläubige sehen Jom Kippur als eine Zeit der Identifikation mit unserem jüdischen Volk, Selbstbetrachtung für uns und Fürbitte für diejenigen, die wir lieben. dabei die ganze Zeit im Bewußtsein, dass Jesus der Eine ist, der uns eins macht mit Gott.
- 5771: 17. September 2010 - 18. September 2010
- 5772: 7. Oktober 2011 - 8. Oktober 2011
- 5773: 25. September 2012 - 26. September 2012
Sukkot
Sukkot bedeutet "Hütte", und man kennt diese Woche von Feiertagen auch als Laubhüttenfest. Es ist ein fröhliches Erntedankfest und eine Erinnerung daran, wie Gott die Kinder Israels während ihrer Wüstenwanderung geführt hat. Die Menschen damals lebten in beweglichen Hütten, und freuten sich über Gottes Fürsorge genauso wie über seine Anwesenheit. Viele jüdische Menschen bauen immer noch Hütten auf ihren Grundstücken oder in ihren Synagogen für dieses Fest, und sie nehmen ihre Mahlzeiten in diesen provisorischen Behausungen ein.
Sukkot ist ein deutliches Erinnerungszeichen daran, wie Gott bei uns in der Vergangenheit gewohnt hat, wie er es auch heute noch tut, und wie er zuletzt in Ewigkeit mit uns leben wird, durch Y'shua (Jesus), der lebt und der in den Herzen derer regiert, die an ihn glauben. Das Laubhüttenfest enthält ebenso zwei mächtige Elemente, Wasser und Licht, die eine Vorausahnung auf den Messias darstellen, der beides ist - das Wasser des Lebens und das Licht der Welt. Es gibt vieles über Sukkot zu entdecken, und vielleicht möchten Sie auf diesen Seiten eine Weile "kampieren".
- 5771: 22. September 2010 - 29. September 2010
- 5772: 12. Oktober 2011 - 19. Oktober 2011
- 5773: 30. September 2012 - 7. Oktober 2012
Chanukkah
Viel mehr als die "jüdische Alternative" zu Weihnachten erinnert Chanukka, was so viel wie "Weihe" bedeutet, an eine dunkle Zeit in der Geschichte unseres jüdischen Volkes, und unsere wunderbare Befreiung von dieser Dunkelheit. Dieses acht Tage dauernde Fest erinnert an den Sieg der Makkabäer über die Armee von Antiochus Epiphanes, eine Zeit, als Gott sein Volk durch die heroischen Taten einer kleinen Gruppe jüdischer Guerillakämpfer bewahrte und beschützte. Für das jüdische Volk ist es die Zeit, die Menorah anzuzünden, Geschenke zu verteilen, Lieder zu singen und stolz darauf zu sein, dass wir in der Lage waren, gegen unsere Feinde aufzustehen. Für jüdische Gläubige an Jesus ist das "Lichterfest" oder "Fest der Weihe" ein Andenken an die Befreiung, die wir durch "das Licht der Welt" haben. In diesem Abschnitt werden Sie sehen, wie Juden für Jesus Chanukka in diesem Licht feiern und wie Chanukka eine gute Zeit ist, Y'shuas Licht mit anderen zu teilen.
- 5771: 1. Dezember 2010 - 9. Dezember 2010
- 5772: 20. Dezember 2011 - 28. Dezember 2011
- 5773: 8. Dezember 2012 - 16. Dezember 2012
Purim
Anders als das Passahfest oder Jom Kippur ist Purim kein Feiertag, dessen Einhaltung in der Tora vorgeschrieben ist aber wir müssen kaum dazu aufgefordert werden, diese festliche Erinnerung an Gottes wachende Fürsorge für das Volk Israel zu feiern! Sie steht im Tenach im Buch Esther. Für manche ist Purim ein Tag lustiger Streiche und geräuschvoller, uneingeschränkter Späße. Für andere dreht sich alles um die Hamantaschen. Dieses köstliche mit Marmelade gefüllte dreieckige Gebäck erinnert uns nicht nur daran, wie der rachgierige Haman seinen wohlverdienten Lohn empfing, sondern sie schmecken einfach so gut. Und ist es nicht erfrischend, einen Feiertag mit einer Heldin als Hauptperson zu haben? Welches jüdische Mädchen wäre nicht gerne so mutig und schön wie Königin Esther?
Trotzdem spüren wir, dass mehr zu diesem Feiertag gehört als der Spaß und der Prunk, den wir alle vom Purimfest erwarten. Das Thema der Errettung ist offensichtlich, aber haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, wie Gott in dem ganzen Buch Esther wieder und wieder nicht so auffällige Menschen und Situationen gebrauchte? Gott bringt Errettung nicht immer unseren Plänen oder Erwartungen entsprechend. Das Buch Esther ist ein Beweis dafür und wir Juden für Jesus laden Sie ein, die messianische Perspektive einzunehmen: Gott hat einen persönlichen Errettungsplan für Sie, der auch aus einer unerwarteten Quelle kommen mag.
- 5770: 27. Februar 2010 - 28. Februar 2010
- 5771: 19. Marsch 2011 - 20. Marsch 2011
- 5772: 7. Marsch 2012 - 8. Marsch 2012
- 5773: 23. Februar 2013 - 24. Februar 2013
Passah
"Warum ist diese Nach anders als all die anderen Nächte?"
Einer der bedeutendsten jüdischen Feiertage, Passah, oder Pessach in Hebräisch, erinnert und erfreut sich an die Erlösung der Israeliten aus der Sklaverein in Ägypten. Das symbolische Element dieses Festes bringt uns nicht nur dazu, zurückzuschauen und uns zu erinnern, was der Herr für unser Volk in der Vergangenheit getan hat; es läßt ebenso die größere Erlösung durch Jesus, das Passahlamm. Jüdische Menschen überall auf der Welt feiern Passah seit tausenden von Jahren; jedoch verstehen die meisten nicht die endgültige Bedeutung des Festes. In diesem Bereich finden Sie verschiedene Artikel und Erklärungen der Bedetung dieses traditionellen jüdischen Festes, das Jesus mit seinen Jüngern feierte. Wenn Sie schon glauben, dass Jesus das Lamm Gottes ist, mag es Sie anregen, mit den Juden für Jesus ein "Christus im Passah" Programm in Ihrer Gemeinde zu veranstalten, Ihren eigenen Passah-Sederabend zu Hause feiern, und die wahre Bedeutung des Passah mit jüdischen Menschen zu teilen, die Sie kennen.
Wenn Sie noch nicht glauben, dass Jesus der Messias und das Lamm Gottes ist, warum sehen Sie sich nicht einige der Artikel auf der linken Seite an?
- 5771: 18. April 2011 - 26. April 2011
- 5772: 6. April 2012 - 14. April 2012
- 5773: 25. March 2013 - 2. April 2013
Schawuot
Schawuot, das Wochenfest, ist eines der drei Hauptfeste, die in den hebräischen Schriften erwähnt werden. Es wird gefeiert sieben Wochen nach dem Passahfest und markiert das Ende des "Omerzählens" (der Zeit vom Pessach- bis zum Schawuotfest).
Während biblischer Zeiten war diese Feierzeit ein landwirtschaftliches Fest - eine Zeit, in der unser Volk Gott die Erstlingsfrüchte brachte - dem HERRN zurückgab, was Er uns gegeben hatte.
Ein Erstlingsfrüchte-Opfer wurde eigentlich am Ende des Passahfestes geopfert (3. Mose 23: 9-14). Dann, sieben Wochen nach dem Passahfest kam Schawuot. Dieses Fest bedeutet buchstäblich "Wochen". Schawuot wurde fünfzig Tage nach jenem Sabbat gefeiert, welcher in die Zeit des Passahfestes fiel, gefeiert (3. Mose 23: 15, 16). Deshalb wurde dieser Tag auf Griechisch "Pentekoste", oder "der fünfzigste (Tag)" genannt.
Nachdem der Tempel in 70 A.D. zerstört worden war, konnten die landwirtschaftlichen Riten, die mit den biblischen Festen verbunden waren, nicht mehr beachtet werden. Die jüdische Tradition stellte eine Verbindung zwischen Schawuot und dem Empfang der Tora am Berg Sinai her - man sagt, dies sei am fünfzigsten Tag nach dem Auszug der Israeliten aus Ägypten geschehen. Dieses Fest wurde schließlich auch "die Zeit unserer Gesetzgebung" genannt. Bis zum heutigen Tag ist es Tradition, Schawuot zu feiern, indem man die ganze Nacht damit verbringt, die Tora zu studieren.
In der Apostelgeschichte, Kapitel 2 und 3, wird im neuen Bund festgehalten, dass der Heilige Geist zu Schawuot ausgegossen wurde. Als Folge davon erkannten 3,000 jüdische Menschen, dass Y'shua tatsächlich der Messias ist, und wandten sich Gott zu. Diese Seelen waren die Erstlingsfrüchte der geistlichen Ernte Gottes. Heute feiern jüdische an Jesus Glaubende auf unterschiedliche Weise Schawuot.
- 5770: 18. Mai 2010 - 20. Mai 2010
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- 5772: 26. Mai 2012 - 28. Mai 2012
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Tischa be’Aw
Tischa be' Aw beginnt mit dem Sonnenuntergang am Samstag, dem neunten August. Der Name des Festes ist "Der neunte Aw", welcher im jüdischen Kalender an die Zerstörung der Tempel erinnert. Tischa be' Aw ist kein Fest, das Gott festgelegt hat; es ist ein traditioneller Trauertag des jüdischen Volkes. Der neunte Aw hat alle anderen Fastentage im Judaismus und in der jüdischen Tradition überschattet und ist gleichbedeutend geworden mit Trauern und Tragödie. Der Tradition entsprechend wurde am neunten Aw das jüdische Volk im Jahr 1290 aus England ausgestoßen, und in 1492 aus Spanien. In der jüngeren Geschichte wurden Greueltaten der Nazis mit Absicht so geplant, dass sie am neunten Aw stattfanden. Vielleicht kam als Kontrapunkt zu der Dunkelheit dieses Tages die traditionelle Ansicht auf, dass der Messias am neunten Aw geboren werden würde (Deuteronomy Rabbah 13).
Dies kann eine gute Gelegenheit dazu sein, sich mit jüdischen Freunden und Bekannten in ihrer Traurigkeit zu identifizieren. In der Schrift steht: "Freut euch mit denen, die sich freuen, und weint mit denen, die weinen" (Der Brief an die Römer 12: 15). Nichtjüdische Menschen, oder solche, die nicht persönlich an den tragischen Ereignissen Anteil hatten, können sich trotzdem mit dem jüdischen Volk solidarisch erklären, das zu diesen besonderen Anlässen trauert. Es ist auch eine gute Gelegenheit dazu, mitzuteilen, dass Gott bereit dazu ist, uns in unserem Leid jederzeit zu begegnen – durch Jeschua. Das Böse ist verursacht durch unsere sündhafte Natur, von der wir die Erlösung brauchen, die Gott in Jeschua anbietet.
Dies kann auch eine Gelegenheit dazu sein, für diejenigen zu trauern und zu beten, die fern von Gott sind. Die Schriften des Neuen Testaments geben die Worte von Jesus und Paulus wieder, die trauern, weil viele ihres eigenen Volkes geistlich entfernt von Gott waren: "`Jeruschalajim! Jeruschalajim! Du tötest die Propheten! Du steinigst, die zu dir gesandt sind! Wie oft wollte ich deine Kinder sammeln, so wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel sammelt, aber du wolltest nicht!`"(Matitjahu 23: 37; auch Lukas 13: 34).
"Ich spreche die Wahrheit – als einer, der dem Messias angehört, ich lüge nicht; und auch mein Gewissen bezeugt, geleitet vom Ruach Ha Kodesch: Mein Kummer ist so groß, der Schmerz in meinem Herzen brennt so unaufhörlich, daß ich mir wirklich wünschen würde, selbst unter dem Fluch Gottes zu stehen und vom Messias getrennt zu sein, wenn das meinen Brüdern helfen würde, meinem eigenen Fleisch und Blut, dem Volk Jisrael! Sie wurden zu Gottes Kindern gemacht, die Schechinah war unter ihnen, mit ihnen wurde der Bund geschlossen, ihnen wurde die Torah gegeben, der Tempeldienst und die Verheißungen; sie haben die Erzväter; und aus ihnen ging, was seine leibliche Abstammung betrifft, der Messias hervor, der über allen ist. Lob sei Adonai für immer! Amen" (Der Brief an die Römer 9: 1 bis 5).
Durch Anteilnahme und Gebet können wir antworten, so wie sie es taten, als sie für die Nichtgläubigen beteten und deren Errettung erbaten.
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