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JerusalemDer Sonnenuntergang warf einen verzauberten Schein auf die fruchtbaren Hügel. Ich bestaunte die üppige und grünende Umgebung. Es gab reichlich Pfirsich-, Apfel-, Kirsch- und Pistazien-Bäume. Die Felder waren bebaut und wimmelten von Leben. Einige moderne Begrenzungen ragten heraus und bezeichneten die Seiten eines groben Feldweges. Ich war auf einer Erhebung, hoch genug, um einen Teil der Gush Etzion Siedlung zu sehen. Eine vage Silhouette von Jerusalem war in der Entfernung von etwa 20 km sichtbar. Gush Etzion spielte eine entscheidende Rolle in Jerusalems Verteidigung, als Israel sich zu Beginn in die Eigenstaatlichkeit kämpfte.

Die gesamte Szene verschwamm vor mir, als mich die Auswirkung der Geschichte zu Tränen bewegte. Der Kibbuz (Kollektivsiedlung), in dem ich stand, K'far Etzion, war ein religiöser, der 1943 gemeinsam mit drei anderen Siedlungen gegründet wurde, die die Gush Etzion Siedlung ausmachen.

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memorial-de-l-holocausteKürzlich fand in der Trinity Evangelical Divinity Schule in der Nähe von Chicago ein Dialog zwischen einigen jüdischen Führungskräften und der evangelikalen, christlichen Bewegung statt. Die meisten Debatten wurden in geschlossenen Veranstaltungen abgehalten. Aber in einer offenen Veranstaltung sprach ein leidenschaftlicher jüdischer Leiter über das Thema des Holocausts. Seine Ansprache war sehr bewegend und als Reaktion darauf stand einer der Zuhörer auf, um den Völkermord, der an den Juden verübt wurde, selbst anzusprechen und sagte: „...ich schäme mich fast dafür, zu sagen, dass ich Christ bin.“

Zweifellos gab es noch andere evangelikale Christen unter den Zuhörern, die sich schuldig fühlten. Tausende von Büchern und tausende von Artikeln wurden geschrieben, um das, was in Hitlers Inferno passierte, zu beschreiben und zu verstehen zu versuchen. Das ist ein sehr verwirrender Aspekt des Lebens, mit dem alle Juden leben. Da ist der wiederkehrende Schrecken, dass es wieder passieren könnte. Da sind die immerwährenden Fragen: „Wo war Gott, als sechs Millionen starben?“ „Was hat das zu bedeuten?“ „Was soll ich angesichts des Holocausts tun?“ Wenn jeder Papierschnitzel, der den Holocaust beschreibt, zerstört wäre, die Museen dem Erdboden gleichgemacht wären und niemals mehr ein Wort über das Thema verloren werden würde, der Holocaust und seine Schrecken würden trotzdem für alle Zeiten in die Herzen der Juden eingemeißelt sein – eine Wunde, die niemals heilt.

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Berlin 2013

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Holocaust„Was soll ich ihnen sagen?“ fragte mich der Jugendpastor. Er hatte eine Gruppe von zwanzig Teenagern nach Auschwitz gebracht. „Jetzt haben sie so viele Fragen, und ich weiß nicht, was ich sagen soll. Ich weiß noch nicht mal, was ich mir selbst sagen soll.“

     „Sag ihnen, dass der Holocaust beweist, dass das Evangelium wahr ist.“

     Die Welt sagt uns, dass wir von Natur aus eigentlich gut sind. Wenn uns nur die richtigen Werkzeuge, die richtigen Gelegenheiten und die richtige Ermutigung erhalten, dann wird dieses grundlegend Gute zum Nutzen aller ansteigen. Bezüglich des Holocausts wird uns gesagt: „Das war ungewöhnlich. Diese Gräueltaten wurden von Abweichungen der Menschheit verübt, nicht von normalen Menschen“.

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rich-13Ich habe meine Jugend in einer Art und Weise verbracht, die bei meinen Gleichaltrigen keinen Neid hervorgerufen hat. Fünf Tage in der Woche studierte ich die hebräischen Schriften an einer hebräischen Schule. Was für ein Ort, um meine Jugend zu verbringen, mit Herrn Katz und Herrn Bugatch! Sie haben offenbar gedacht, dass es noch nicht genügend Bestrafung war, Hebräisch zu lernen und dass sie ihre eigene und ganz besondere sadistische Freude unserem offenbar ewig andauernden Leid hinzufügen mussten. Am Freitagabend und am Samstag war ich zum Lobpreis in der Synagoge. Als ich älter wurde, betete ich jeden Tag am Abend und am Morgen Gott in der Synagoge an. Jeden Tag bin ich vor dem Sonnenaufgang aufgestanden und bevor ich in den morgendlichen Gottesdienst ging, habe ich aus Gehorsam der rabbinischen Überlieferung gegenüber die Tefillin, die Kapseln, die Gottes Wort enthielten, an meinem Vorderkopf und am Arm angelegt.

In einer kalten, klaren Nacht mitten im Winter wurde mein Leben dann erschüttert. Mein Vater hatte eine tödliche Herzattacke und um Trost und Hoffnung zu erhalten, lief ich zu dem einen Ort, von dem ich dachte, dass ich das dort finden würde: die Synagoge. Die Türen waren verschlossen und während ich gegen sie hämmerte, sah ich hinauf in den kalten, kristallklaren und mit Sternen bedeckten New Yorker Nachthimmel und ich verfluchte Gott. „Ich bin fertig mit Dir!“, sagte ich. In dieser Nacht, als ich mich vom Gott Israels, Abrahams, Isaaks und Jakobs abwandte, war mir nicht im Entferntesten bewusst, dass Er keineswegs mit mir fertig war. Die nächsten zwölf Jahre meines Lebens verbrachte ich nicht in der Synagoge. In meiner Rebellion gegen Gott ging ich sogar so weit, dass ich mich vom Bundes-Namen distanzierte, der mir bei meiner Beschneidung gegeben wurde: Elkanah. Ich habe ihn ein wenig verändert - aus Gründen, die mir gut erschienen. Ich war nicht mehr Elkanah. Ich war Kanah.

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Jüdische Sichtweisen der Auferstehung

In den letzten 100 Jahren haben jüdische Gelehrte der Person Jeschua (Jesus) mehr Aufmerksamkeit geschenkt als in den vorausgegangenen 1900 Jahren. Keiner von ihnen streitet ab, dass Jesus Jude war. Darin sind sich alle einig: Jesus wurde von einer jüdischen Mutter geboren, er lebte in Israel und lehrte eine Gruppe jüdischer Jünger. Auch feierte Er jüdische Feste.

Pinchas Lapide, ein Theologe und Rabbi unserer Zeit, notierte:

"Die Liebe zu Jesus und mein wissenschaftliches Interesse an Ihm und an Seiner Wirksamkeit wurden in mir geweckt durch jüdische Lehrer wie Joseph Klausner, in dessen Augen Jesus der 'jüdischste aller Juden' war, oder Martin Buber, der Jesus als seinen großen Bruder empfand, sowie Leo Baeck, die letzte Koryphäe der deutschen Schule von Rabbinern, der es im Jahr 1938 fertigbrachte, zur Zeit der "Kristallnacht" der Nazis über Jesus zu schreiben:

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