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Freunde fürs Leben

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Manche Menschen zögern, ihren Glauben zu bezeugen, weil sie Angst haben, Freunde zu verlieren. Vielleicht wissen sie nicht, dass das Bezeugen kein Versuch ist, jemanden in den Glauben zu pressen, sondern etwas zu verkünden, das jeden und alle angeht.

Wenn wir sagen: "Alle haben gesündigt und erlangen nicht die Herrlichkeit Gottes", ist das keine persönliche Anklage gegen die Person, mit der wir sprechen. Es ist das Annehmen des Zustands der Menschlichkeit. Auch wir sind "alle".

Wenn der Zuhörer protestiert: "Du sagst mir, dass wenn ich Deine Religion nicht annehme, gehe ich zur Hölle", lautet die Antwort: "Die ganze Welt geht zur Hölle, egal ob Du mir glaubst oder oder nicht, was ich Dir sage. Religion ist sehr oft eine Sache von Meinungen und persönlichen Entscheidungen. Ich rede über eine Realität, die über jede Meinung hinausgeht, die Du oder ich haben mögen.

Aber angenommen, die Person geht nicht auf Deine Antwort ein und fährt fort zu behaupten: "Sagst Du mir, dass wenn ich Deine Religion nicht annehme, fahre ich zur Hölle?" Dann frage ich normalerweise: "Glaubst Du, dass die Hölle existiert." Die meisten jüdischen Gesprächspartner sagen "Nein" oder "Vermutlich nicht." In diesem Fall frage ich "Nun, warum sollest Du Dir dann sorgen über eine Hölle machen, an die ich glaube, wenn diese nicht existiert?"

In jedem Fall ist es immer angebracht, Deinem Freund zu sagen: "Verstehe bitte: Ich versuche nicht, Dich zu zwingen, etwas zu glauben, was ich glaube. Ich versuche etwas Dir mitzuteilen, das ich als wahr erkannt habe. Egal ob Du daran glaubst oder nicht, schätze ich unsere Freundschaft."

Einige haben auch weiterhin Angst davor, die Freundschaft zu verlieren, denn es gibt keine Garantie, dass Dein Freund nicht beleidigt ist, egal wie sanft Du ihm das Evangelium präsentierst. Es gibt jedoch einen spirituellen / ewigen Weg, Beziehungen zu sehen. Frage Dich einmal selbst: Ist es besser, einen Freund für ein paar kurze Jahre auf Erden zu haben, oder zu versuchen, diese Freundschaft für alle Ewigkeit aufzubauen?

Wenn dieses Leben alles ist, dann ist es sinnvoll, das was wir haben, so gut wie möglich zu beschützen. Aber ich muss doch den Glauben von Menschen in Frage stellen, die so unsicher über die Fakten des Evangeliums oder die Natur des ewigen Lebens sind, dass sie nicht riskieren wollen, einen Freund hier und jetzt zu verlieren, um Gott zu gehorchen und unsere Herzen den ewigen Dingen zu widmen.

Ich weiß, meine Meinung klingt herb, aber ich muss noch eine weitere Frage an eine Person richten, die ihren Glauben nicht bezeugt aus Angst, einen Freund zu verlieren: "Ist die ernste Natur des Evangeliums und der geistlichen Realität in Deinem eigenen Herzen verankert?"

Halte inne und denke nach: Menschen verlieren Freunde aus einer ganzen Reihe von Gründen. Vielleicht hört jemand damit auf, Dich zu treffen, weil Du denkst, dass eine Bar kein guter Ort ist, gesellschaftliche Kontakte zu pflegen. Oder vielleicht warst Du zu wenig begeistert von etwas Anderem, was Deinem Freund wichtig war? Oder vielleicht dachte jemand, Du wärest zu politisch engagiert oder zu begeistert von einer Sache, die sie nicht vertreten konnten.

Einige Freunde werden solche Differenzen problemlos verkraften, während andere das Interesse verlieren, weiter Freunde zu sein, wenn sie feststellen, dass sie mit einigen Deiner Interessen und Prioritäten nicht übereinstimmen. Das ist normal. Oder erlauben wir uns den Gedanken, dass jeder, der uns trifft, unser Freund sein sollte? Wenn es jemand nicht speziell darauf anlegt, unser Freund zu werden oder zu bleiben, bedeutet das nicht, dass sie dadurch Feinde werden.

Manchmal vergessen wir, dass von uns erwartet wird, anders zu sein als die Welt, und nichts erinnert uns mehr an die Absonderung für God und von der Welt als der Akt des Zeugnisgebens. Denke daran, die Bedeutung des Wortes "Zeuge" ist (im Griechischen) die gleiche wie das Wort "Märtyrer". Wir müssen etwas aufgeben, wenn wir etwas Besseres geben. Was wir geben ist die Nachricht der Möglichkeit eines großartigen neuen Lebens in Christus. Was wir (manchmal) aufgeben, ist die Freundschaft mit denen, die sich von unserem Glauben, dass alle Menschen Jesus brauchen, beleidigt fühlen.

Freunde sind oft ein Geschenk von Gott. Wir sollten sie wertschätzen, während wir unsere Freundschaft mit Gott - genauso wie die Tatsache, dass unsere Freunde Ihn kennen müssen - für unsere oberste Priorität halten.

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